Nachguss historischer Bauteile: Flügelrad für die Pinzgaubahn neu gefertigt
Das Flügelrad als Praxisbeispiel für präzisen Nachguss historischer Komponenten
Das Flügelrad zählt zu den bekanntesten Symbolen der europäischen Eisenbahngeschichte. Bereits im 19. Jahrhundert stand es als Emblem für die neue Form der Mobilität: kraftvoll, schnell und technisch wegweisend. Besonders in Österreich, Deutschland und der Schweiz prägte es das Erscheinungsbild zahlreicher Lokomotiven und Bahnfahrzeuge.
Das Rad steht für Technik und das Flügelpaar für Bewegung und Fortschritt. Jahrzehntelang war das Flügelrad an Fronten von Lokomotiven oder als Zierteil an Wagenkästen montiert, sichtbar für Reisende und Eisenbahner gleichermaßen.
In modernen Bahnkonzepten ist dieses Emblem selten geworden. Bei historischen und regionalen Bahnen hingegen besitzt es weiterhin kulturelle und identitätsstiftende Bedeutung. Es ist Zierde und ein bewusstes Bekenntnis zur Eisenbahnkultur.
Die Pinzgaubahn – Regionalbahn mit Geschichte
Die Pinzgaubahn ist eine traditionsreiche Schmalspurbahn im Salzburger Land. Betrieben wird sie von der Salzburg Linien Verkehrsbetriebe GmbH. Sie verbindet regionale Mobilität mit touristischer Attraktivität und ist sowohl bei Einheimischen als auch bei Gästen der Region beliebt.
Die Bahn steht für gelebte Eisenbahntradition. Historische Elemente werden bewusst gepflegt und technisch erhalten.
Das Projekt: Fertigung eines neuen Flügelrads
Im Zuge eines Restaurierungsprojekts wurde ein neues Flügelrad benötigt. Das ursprüngliche Bauteil war nicht mehr einsatzfähig. Ziel war die Fertigung eines optisch originalgetreuen und technisch langlebigen Ersatzteils.
Für unsere Kunden aus der Schienenfahrzeugindustrie sind solche Projekte keine Seltenheit. Historische Komponenten sind am Markt häufig nicht mehr verfügbar und müssen detailgetreu neu gefertigt werden.“
Die Anforderungen im Überblick:
- Optische Nähe zum historischen Original
- Einsatz im Außenbereich
- Hoher Korrosionsschutz
- Witterungs- und UV-Beständigkeit
- Mechanische Stabilität bei langfristiger Nutzung
Unsere Lösung – Guss trifft Handwerk
Die Grundlage für das neue Flügelrad bildete ein von der ÖBB zur Verfügung gestelltes Modell. Dieses diente als Referenz für die Formgebung.
Die Fertigung erfolgte im Sandgussverfahren. Dieses Verfahren eignet sich besonders gut für Einzelstücke und kleine Serien, vor allem wenn komplexe Formen oder historische Geometrien nachgebildet werden.
Insgesamt fertigten wir vier Flügelräder: zwei Stück in Orange lackiert und zwei Stück in Rot lackiert.
Der Projektablauf im Überblick:
- Abguss des Modells im Sand
- Guss des Flügelrads
- Ausschlagen und Reinigen
- Lackierung in orange und rot
Qualität mit Geschichte – warum Schösswender?
Die Schösswender Metallgießerei verfügt über jahrzehntelange Erfahrung in der Fertigung von Sonderteilen für die Schienenfahrzeugindustrie. Neben funktionalen Komponenten produzieren wir regelmäßig Ersatzteile, Sichtbauteile und historische Nachfertigungen.
Unsere Stärke liegt in der Kombination aus:
- Gießereikompetenz im Sand- und Kokillenguss
- CNC-Nachbearbeitung im eigenen Haus
- Oberflächenbehandlung und Lackierung
Technik trifft Tradition
Das Projekt „Flügelrad für die Pinzgaubahn“ zeigt, dass Metallguss weit mehr ist als reine Funktion. Gussteile tragen Geschichte, Identität und Markenbild.
Als Partner der Schienenfahrzeugindustrie unterstützen wir Serienprojekte, als auch Restaurierungen, Nachfertigungen und Sonderlösungen. Wir verbinden moderne Gießtechnik mit historischem Verständnis.
Sie benötigen ein historisches Gussteil oder eine Sonderanfertigung für die Bahntechnik?
Sprechen Sie mit uns – wir denken Tradition weiter.
Einbaufertige Gussteile für Ihr Projekt
Die Schösswender Metallgießerei fertigt Gussteile im Sand- oder Kokillenguss und liefert diese einbaufertig
inklusive CNC-Bearbeitung und Oberflächenbehandlung.
Sie stehen am Anfang eines Projekts,
und benötigen für dieses
individuelle Guss- und Frästeile.
Wir unterstützen Sie gerne mit unserer Expertise im Bereich Metallguss und -bearbeitung.